1860 bis 1869
- 1860
- 03. April: Auf Initiative von William Hepburn Russell nimmt der Pony-Express den Betrieb auf und ist für rund ein Jahr die schnellste Postverbindung. Die Route verläuft von St. Joseph (Missouri) nach Sacramento über eine Distanz von 3.200 km. Die Postboten waren ausschließlich zu Pferd unterwegs. Das Stafettensystem mit 153 Zwischenstationen (ca. alle 15 bis 20 km), 80 Kurieren, 500 Pferden und 200 Pferdepflegern ist sehr schnell. Jeder Kurier wird nach etwa 300 km ausgewechselt und führt etwa 10 kg Eilpost mit sich, mit der er in lediglich 20 Minuten den nächsten Posten erreichen muss. Einer der bekanntesten Reiter des Pony-Express war William Frederick Cody alias Buffalo Bill.
- 13. August: Die spätere amerikanische Scharfschützin und Kunstschützin Annie Oakley wird geboren.
- 18. September: Senator John J. Crittenden aus Kentucky startet mit dem Crittenden Amendment den erfolglosen Versuch, die Südstaaten der USA davon abzuhalten die Union zu verlassen und den sich anbahnenden Sezessionskrieg zu verhindern. Crittendens Kompromiss sieht vor, sechs Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten hinzufügen. Demnach sollte Sklaverei nicht nur südlich der 36° 30" Linie erlaubt sein, sondern auch im Pazifik, also außerhalb der damaligen Grenzen der Vereinigten Staaten. Außerdem soll der Kompromiss dem Kongress verbieten, die Sklaverei abzuschaffen. Einer der großen Gegner des Kompromisses ist Abraham Lincoln. Der Crittenden-Kompromiss wird nie verwirklicht.
- 06. November: Abraham Lincoln wird zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.
- Im Territotrium der Nördlichen Shoshone lassen sich vermehrt Mormonen und Goldsucher nieder. Zu dem sehen sich die Shoshone mit der abnehmenden Zahl der Bisons konfrontiert. Es kommt in Folge immer wieder zu Zwischenfällen.
- 1861
- 11. Januar: Alabama schließt sich den konföderierten Staaten von Amerika an.
- 29. Januar: Kansas wird 34. Bundesstaat der USA
- 04. Februar: Gründung der Konföderierten Staaten von Amerika (Loslösung der Südstaaten von der Union der USA)
- 04. Februar: Abraham Lincoln tritt sein Amt als 16. US-Präsident an. Er löst James Buchanan ab. Lincoln sieht sich mit der Frage der Abspaltung des Südens konfrontiert (siehe 12. April 1865).
- 12. April: Aus den umliegenden Hafenbefestigungen eröffnen konföderierte Truppen unter General Pierre Gustave Toutant Beauregard unter Verwendung von Artilleriegeschützen und Mörsern das Feuer auf Fort Sumter. Mit diesem Angriff beginnt der Amerikanische Bürgerkrieg.
- 12. July: In der Rock Creek Station am Oregon Trail kommt es zu einer legendären Schießerei zwischen James Butler Hickok alias Wild Bill Hickok und Dave McCanles, wobei McCanles und zwei weitere Männer sterben.
- 17. July: Die Regierung Mexikos erklärt ihre Unfähigkeit, ausländische Gläubiger zu bezahlen. Der Staatsbankrott ruft Frankreich, Großbritannien und Spanien auf den Plan.
- 04. November: In Seattle nimmt die University of Washington ihren Lehrbetrieb auf.
- 06. November: Die Bevölkerung wählt Jefferson Davis zum Präsidenten der Konföderierten Staaten von Amerika.
- Das Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA wird gegründet.
- Die Gatling Gun wird von Richard Gatling erfunden.
- Das amerikanische Unternehmen Western Union stellte die erste transkontinentale Telegraphenline fertig.
- Die Lage der Sioux (Santee) und anderer Indianer in den Reservationen verschlechtert sich weiter, als eine Missernte sie zwingt, Nahrungsmittel auf Kredit bei weißen Händlern zu kaufen und sich zu verschulden.
- 1862
- 01. Januar: Die Zahlungen der US-Regierung an die Indianer in den Reservaten verzögern sich aufgrund des Sezessionskrieges. Man ist sich in Washington unschlüssig, ob die jährlichen Zahlungen in Gold oder mit den neuen Greenbacks (Geldscheinen)zu begleichen seien. Dies verschärft weiter die ohnehin schlechte Versorgung der Indianer in den Reservationen. Bei Verhandlungen in der Oberen Sioux-Agentur erreichten Teile der Dakota Anfang August die Herausgabe einiger Lebensmittel. Die Verhandlungen bei der Unteren Agentur verliefen jedoch erfolglos. Einer der weißen Händler, Andrew Myrick, riet den Indianern sogar, Gras zu essen, wenn sie hungrig seien.
- 27. Januar: Präsident Lincoln befiehlt in seiner Order Nummer 1, dass alle Armeen der Union auf allen Kriegsschauplätzen am 22. Februar offensiv werden sollen. Der Potomac-Armee befiehlt er die Bedrohung der Hauptstadt durch die Nord-Virginia-Armee zu beenden, deren Versorgungslinien zwischen Manassas und den Blue Ridge Mountains zu unterbrechen und sie so zum Ausweichen nach Süden zu zwingen.
- 08. März: Erster Tag der Schlacht von Hampton Roads: Das konföderierte Panzerschiff CSS Virginia versenkt und zerstört mehrere hölzerne Kriegsschiffe der US-Marine
- 09. März: Zweiter Tag der Schlacht von Hampton Roads: Duell der beiden Panzerschiffe CSS Virginia und USS Monitor
- 12. März: Das Dampfboot "Brother Jonathan" schleppt die Pocken von Kalifornien, nach Victoria ein und löst eine Pockenepidemie an der Pazifikküste Nordamerikas aus. Die gleichzeitige Vertreibung der um die Stadt lagernden Indianer, verbreitet die Krankheit bis nach Alaska im Norden und bis zum Puget Sound im Süden und trifft damit vor allem die Indianerstämme dieser Region. Der Pockenepidemie fallen von April bis Dezember 1862 wahrscheinlich rund 14.000 Ureinwohner zum Opfer. Dies entspricht annähernd der Hälfte der Gesamtbevölkerung.
- 14. März: Die bedeutende Hafenstadt New Bern, wird nach einer schweren Schlacht von der Armee der Nordstaaten eingenommen und besetzt.
- 28. März: In der Schlacht am Glorieta Pass unterbinden Unionstruppen der Nordstaaten das Vordringen konföderierter Kräfte in den Südwesten.
- 07. April: Sieg der Nordstaaten in der Schlacht von Shiloh
- 05. Mai: Die Armee der Nordstaaten besiegt in der Schlacht von Williamsburg eine Nachhut konföderierter Truppen.
- 20. Mai: US-Präsident Abraham Lincoln unterschreibt den Homestead Act, ein Gesetz, das Farmern den Erwerb unbesiedelten Landes von bis zu 64 Hektar erlaubt und auf die Besiedlung des Westens abzielt.
- 24. Mai: Halbinsel-Feldzug: Nach anfänglichen Erfolgen wird die US-Armee vor der konföderierten Hauptstadt Richmond zurückgeschlagen
- 01. Juni: Der seit dem Vortag geführte Angriff konföderierter Truppen in der Schlacht von Seven Pines auf Stellungen der Potomac-Armee der Nordstaaten endet unentschieden. Die Nord-Virginia-Armee bricht ihren Kampf ab.
- 25. Juni: Mit der Schlacht am Oak Grove eine Serie von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der Union und den Südstaaten, die als Sieben-Tage-Schlacht bezeichnet wird.
- 01. July: Die Kämpfe in der Sieben-Tage-Schlacht enden mit einem Erfolg für die Südstaaten-Armee. Die Hauptstadt Richmond (Virginia) konnte nicht eingenommen werden, doch wird dies mit einem Blutzoll von über 20.600 gegenüber rund 15.800 Soldaten der anderen Seite für die Konföderierten schwer erkauft.
- 17. July: Die Dakota umzingeln die Untere Sioux-Agentur und töten 20 Weiße, darunter auch Andrew Myrick, dessen Leiche Gras in den Mund gestopft wird. Eine Milizeinheit, die der Agentur zur Hilfe eilt, wird im Gefecht von Redwood Ferry geschlagen und verliert dabei zwei Drittel ihrer etwa 45 Mann.
- 17. August: In Minnesota beginnt ein Austand unter den Sioux. Vier Krieger der Dakota, die auf der Suche nach Nahrungsmitteln waren, ermorden fünf weiße Siedler. Ironischerweise sind tags zuvor die den Indianern zustehenden Zahlungen in Minnesotas Hauptstadt St. Paul eingetroffen und weitergeleitet worden. Als sie von dem Übergriff erfahren, wollen die Krieger der Dakota weitere Angriffe auf die Siedlungen durchführen.
- 19. August: Ein Angriff der Dakota auf New Ulm wird von der weißen Bevölkerung abgewehrt.
- 20. August: Mehrmalige erfolglose Angriffe der Dakota auf Fort Ridgely (20.- 22. August)
- 25. August: Nach einer erneuten mehrtägigen Belagerung von New Ulm durch zahlenmäßig weit überlegene Dakota wird die Stadt evakuiert, da sie nur noch wenig Munition und Lebensmittel vorhanden sind. Rund 2.000 Menschen retten sich in das 30 Meilen östlich gelegene Mankato.
- 30. August: Sieg der Konföderierten in der seit dem 28. August tobenden Zweiten Schlacht am Bull Run; in der Folge Einmarsch der Nord-Virginia-Armee in Maryland.
- 02. September: Dakota-Krieger besiegen eine kleine Abteilung unter Major Joseph R. Brown am bei Birch Coulee.
- 17. September: Schlacht am Antietam, der "blutigste Tag der amerikanischen Geschichte". Die Nord-Virginia-Armee wird geschlagen und muss sich nach Virginia zurückziehen. Kurze Zeit darauf später verkündet Abraham Lincoln die Emanzipations-Proklamation.
- 22. September: Abraham Lincoln verkündet mit der Emanzipationserklärung das Ende der Sklaverei in den Südstaaten der USA, die sich mit der Union im Krieg befinden, mit Wirkung ab 1. Januar 1863. Die Endgültige Abschaffung erfolgt erst im Dezember 1865 durch den 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten.
- 23. September: Am Wood Lake kommt es einer entscheidenden Schlacht und zur Niederschlagung des Sioux-Aufstandes. Ein Versuch Little Crows, die Soldaten in einen Hinterhalt zu locken, scheiterte, und Henry Hastings Sibley entschied das zweistündige Gefecht für sich. Die Amerikaner hatten jedoch nicht genug Vorräte um die Indianer verfolgen zu können, weshalb Little Crow mit einigen Kriegern entkommen konnte. Der größte Teil der Sioux gab den Kampf jedoch auf und ließ seine Gefangenen frei. Der Aufstand war damit praktisch beendet, er hatte etwa 500-800 Weiße das Leben gekostet.
- 04. Oktober: In der zweiten Schlacht um Corinth erleiden die konföderierten Truppen beim am Tag zuvor begonnenen Versuch, die Stadt einzunehmen, eine Niederlage gegen die Armee der Nordstaaten.
- 26. Dezember: In Mankato findet die bis heute größte Massenexekution in der Geschichte der USA statt. 38 zum Tode verurteilte Dakota-Krieger werden nach dem gescheiterten Sioux-Aufstand öffentlich gehängt.
- 31. Dezember: Untergang des Panzerschiffs "Monitor" im Sturm vor Cape Hatteras. 16 Tote
- Die Mescalero-Indianer werden nach Fort Sumner oder Bosque Redondo am Pecos River umgesiedelt. Diesen Orten mangelt es an Brennholz, genießbarem Trinkwasser und gutem Ackerland.
- Die Westlichen Shoshone sehen sich durch den Zustrom weißer Siedler bedroht und greifen vermehrt den Pony-Express oder andere Einrichtungen der Weißen an. Zum Schutz errichten die Weißen im Ruby Valley das Fort Ruby. Noch im selben Jahr massakrierte eine Armee-Einheit eine Vielzahl der Westlichen Shoshone.
- 1863
- 20. Juni: West Virginia wird 35. Bundesstaat der USA.
- 01. Januar: Mit dem Inkrafttreten der von Abraham Lincoln unterzeichneten Emanzipationsakte erhalten die Schwarzen in den USA die rechtliche Freiheit.
- 01. Januar: 1. Januar: Der Homestead Act, ein Gesetz, das Farmern den Erwerb unbesiedelten Landes von bis zu 64 Hektar erlaubt und auf die Besiedlung des Westens abzielt, tritt in Kraft. Daniel Freeman, stellt nach dem Kauf einer Farm in der Nähe von Beatrice, Nebraska einen Antrag auf eine Homestead. Die Besitzurkunde mit der Nummer 1 wir nach fünfjähriger Wartezeit am 20. Januar 1868 ausgestellt.
- 10. Januar: Die erste U-Bahn der Welt wird in London eröffnet.
- 29. Januar: Eine Einheit der US-Unionstruppen massakriert in der Schlacht am Bear River in Idaho rund 400 Indianer vom Stamm der Shoshonen. Die wird auch als Massaker am Boa Ogoi bekannt. Ein erster, frontaler Angriff wird von den Shoshonen noch zurückgeworfen und kostet einige Unionssoldaten das Leben. Als Oberst Connor eintraf, entschließt dieser, die Indianer zu umzingeln in dem beide Seiten der Schlucht, in der sich die Indianer befinden, abriegeln, damit keiner entkommen kann. Anschließend werden die Indianer von oben von den Schluchtwänden beschossen und der Großteil getötet. Die Unionstruppen erschießen fast alle Krieger, töteten mehrere Frauen, Kinder und alte Männer. Der verbliebene Rest der Schoschonen wird gefangen genommen. Geschätzte Insgesamt werden 411 Menschen getötet (US: 27, Schoschonen: 384)
- 14. April: Die erste Rollen-Rotations-Druckmaschine von William Bullock patentiert.
- 09. Juni: Die Schlacht bei Brandy Station wird zu einer der großen Reiterschlachten im Sezessionskrieg. Die angreifende Nordstaaten-Kavallerie zieht sich am Abend jedoch zurück, beide Seiten erleiden Verluste in ihren Reihen.
- 23. Juni: General Carleton erlässt ein Ultimatum, nach dem sich die Diné bis zum 27. Juli freiwillig stellen sollen, um nach Bosque Redondo umgesiedelt zu werden. Nach diesem Datum werde die Armee jeden aufgegriffenen Diné als feindlichen Indianer betrachten und ihn dem entsprechend behandeln. Oberst Christopher Carson (Kit Carson) wird vom Oberbefehlshaber General James Carleton damit beauftragt, die Diné-Indianer in die neue Militär-Reservation am Pecos River zu treiben. Das Militär schickt Unterhändler an einige Diné-Gruppen und lokale Führer mit der Aufforderung zum Umzug nach Bosque Redondo, andernfalls würde man sie dazu zwingen. Die meisten der weit verstreut lebenden Diné hören nie etwas von diesem Ultimatum, und General Carleton macht keinen Versuch, sie aufzuspüren. Stattdessen gibt er an Kit Carson den Befehl, die wirtschaftlichen Grundlagen der Diné zu zerstören. Carson zieht mit 730 Mann (300 Soldaten, verstärkt durch Ute-, Pueblo-Indianer und Freischärler aus New Mexico) durch das Land der Diné, und vernichtet Obstgärten, Maisvorräte, Hogans, Wasserlöcher und Viehherden.
- 01. July: Schlacht von Gettysburg. Die Konföderierten unterliegen am 3. Juli in der blutigsten Schlacht des Sezessionskrieges.
- 04. July: Ulysses S Grants Truppen siegen in der Schlacht um Vicksburg. Die Stadt Vicksburg kapituliert nach rund sechswöchiger Belagerung. Weil nunmehr Unionsschiffe den Mississippi beherrschen, sind Texas und Arkansas von einer kontinentalen Verbindung zu den anderen Südstaaten abgeschnitten.
- 13. July: Der Beginn der Draft Riots (Einziehungskrawalle) in New York City stürzt die Stadt in das bis dahin schlimmste Chaos ihrer Geschichte. Besonderen Unmut erregte die Bestimmung, die es ermöglichte, sich mit der Zahlung von 300 Dollar der Wehrpflicht zu entziehen. In der Mittel- und Unterschicht wurde der Amerikanische Bürgerkrieg daraufhin als des reichen Mannes Krieg und des armen Mannes Kampf (the rich man's war and the poor man's fight) angesehen.
- 03. September: Bei einer Schlacht im Dakota-Territorium am Whitestone Hill zwischen der US-Armee und Sioux-Indianern greift Brigadegeneral Alfred Sully ein Lager der Yanktonai an, in dem sich auch einige Dakota und Lakota befinden. In dem Gefecht sterben etwa 750 Indianer, Männer, Frauen und Kinder, und 72 US-Soldaten. Die Soldaten vernichten außerdem Tipis und lebenswichtige Wintervorräte der Indianer.
- 20. September: Konföderierter Sieg in der Schlacht am Chickamauga
- 01. Oktober: Zwischen den Häuptlingen der Western-Shoshone-Indianer und den Vertretern der US-Armee wird in Fort Roby (im heutigen US-Bundesstaat Nevada) der "Vertrag von Ruby Valley" ("Treaty of Peace and Friendship") unterzeichnet. Der Vertrag ist eine 1866 vom US-Kongress ratifizierte und von 1869 Präsident Ulysses S Grant proklamierte, völkerrechtlich bindende Anerkenntnis des Territoriums der Western Shoshone. Gleichzeitig gewährt er den USA das Recht zum Eisenbahnbau, zur Truppenstationierung, zum Anlegen von Siedlungen und zum Goldabbau unter der Jurisdiktion der Indianer. Der Vertrag wird schon wenig später von den USA einseitig als Freibrief zur Landnahme ausgelegt.
- 03. Oktober: US-Präsident Abraham Lincoln legt die nationale Feier des Thanksgiving auf den vierten Donnerstag im November eines Jahres fest.
- 25. November: Die Nordstaaten besiegen die Konföderierten bei Chattanooga.
- Auf dem Schlachtfeld von Gettysburg wird mitten im noch andauernden Sezessionskrieg ein Soldatenfriedhof eingeweiht. US-Präsident Abraham Lincoln soll als Ehrengast nur ein Grußwort sprechen. Seine Worte, die Gettysburg Address, werden später in die Südwand des Lincoln Memorials in Washington D.C. eingraviert.
- Die Entdeckung von Gold bei Bannack in Montana führte dazu, dass weiße Siedler eine kürzere Strecke zu diesen Goldfeldern suchten. Der Pionier John Bozeman entdeckte einen Weg den sogenannten Bozeman Trail, der das Jagdgebiet der westlichen Lakota durchquerte. Mit dem Bridger Trail wurde ein zweiter Weg erschlossen. Mit der zunehmenden Besiedlung verloren die Teton-Lakota, die nördlichen Cheyenne und die Arapaho die letzten freien Jagdgründe dieser Region.
- 1864
- 14. Januar: Christopher Houston Carson (alias Kit Carson) startet seinen Feldzug gegen die Diné. In dem für uneinnehmbar gehaltenen Canyon de Chelly hatten die Amerikaner Kanonen in Stellung gebracht und die Diné ergeben sich nach kurzem Gefecht. Hunger und Kälte hatten sie zermürbt und am Ende hatten sie nicht mehr gewagt, Lagerfeuer zu entzünden, um ihre Stellung nicht zu verraten. Nur wenige Diné entkommen unter der Führung des Häuptlings Manuelito.
- 01. Februar: Im Frühjahr sammelt sich nach und nach die Mehrzahl der Diné bei Fort Canby und bei Fort Wingate. Bis zum Sommer wächst die Zahl auf 8.000 Stammesmitglieder. Die Zwangsumsiedlung erfolgt in mehreren Konvois. Im März 1864 beginnt der bei den Diné als Langer Marsch bekannte 480 Kilometer lange Weg nach Südosten mit dem ersten Konvoi. Die US-Armee eskortierte den Konvoi und stellte einige Ochsenwagen für die Alten und Kranken, während alle übrigen marschieren mussten. Kleidung und Verpflegung waren unzureichend. Von den 2.500 Personen starben bereits zu Beginn des Abmarsches 126 durch Kälte und Hunger, und während des Marsches weitere 197. Kranke und Erschöpfte, sogar Frauen in den Wehen, wurden getötet. Wer endlich in der Reservation angekommen war, wusste von Entbehrungen und Verzweiflung zu berichten. Darauf folgende Konvois hatten ähnlich hohe Verluste zu beklagen und einige Diné wurden sogar von Mexikanern oder anderen Indianern entführt und in die Sklaverei verschleppt. Schließlich drängten sich mehr als 9.000 Diné, zusätzlich zu 400 Mescalero-Apachen, in der Reservation.
- 22. April: Der US-Kongress lässt den Coinage Act of 1864 passieren. Das Gesetz sieht die künftige Ausgabe von Zwei-Cent-Münzen mit der Aufschrift In God We Trust vor. Das Motto wird inzwischen auf allen Geldmünzen und -scheinen der Vereinigten Staaten angegeben.
- 05. Mai: Mit der Schlacht in der Wilderness beginnt in Virginia der Überland-Feldzuges von Generalleutnant Ulysses S Grant bei der sich zum wiederholten Mal die Potomac-Armee unter Generalmajor Meade und die Nord-Virginia-Armee General Lees gegenüber stehen.
- 08. Mai: In der Nähe der Flüsse Rapidan und Rappahannock in Zentral-Virginia begint eine 13-tägige, blutige Schlacht bei Spotsylvania Court House, die am 21.05.1864 unentschieden endet. Die 52.000 Soldaten von General Robert E. Lees konföderierter Nord-Virginia-Armee erwarteten in einer stark ausgebauten, knapp 6,5 Kilometer langen Verteidigungsstellung den Ansturm von Grants 100.000 Mann starker Potomac-Armee unter dem gemeinsamen Befehl von Generalmajor Meade und Generalleutnant Grant. Spotsylvania stellte Lees zweiten Versuch innerhalb des Überland-Feldzuges dar, den Vorstoß der Potomac-Armee zur konföderierten Hauptstadt Richmond zu vereiteln. Die Potomac-Armee verlor bei Spotsylvania Court House knapp 18.000 Männer (davon 60 % bei den Kämpfen um den Mule Shoe). Die Nord-Virginia-Armee verlor etwa 12.000 Männer (davon 85% im Mule Shoe), aber im Gegensatz zur Unionsarmee konnte Lee seine Verluste nicht mehr so einfach durch neue Rekruten ausgleichen. Nicht weniger schwer wog der Verlust einiger fähiger Generäle. Alleine am 12. Mai verlor Lee durch Tod, Verwundung und Gefangennahme einen Generalmajor und sieben Brigadegeneräle.
- 11. Mai: In der Schlacht an der Yellow Tavern unterliegt konföderierte Kavallerie einer Unionsübermacht. Das Aufeinandertreffen von Unions- und konföderierter Kavallerie erlangt besondere Bedeutung, weil der legendäre Kavalleriekommandeur des Südens Generalmajor J.E.B. Stuart, tödlich verwundet wird.
- 22. Mai: Der Red-River-Feldzug der Nordstaaten endet in einem Fehlschlag.
- 03. Juni: In der Schlacht von Cold Harbor um eine wichtige Kreuzung fünfzehn Kilometer nordostwärts von Richmond, Virginia zahlen die Unionstruppen unter Ulysses S Grant einen hohen Blutzoll beim Angriff auf Stellungen der Nord-Virginia-Armee. Nach beiderseitigen heftigen Angriffen in den ersten Tagen gräbt sich Lees Nord-Virginia-Armee bis auf die Kavallerie zur Verteidigung ein und bringt den zahlenmässig überlegenen Unionstruppen unter Oberbefehlshaber Ulysses S Grant eine schwere Niederlage bei. Die Schlacht ist der letzte größere Sieg der Südstaatenarmee.
- 03. Juni: Der spätere Autopionier, Gründer des Automobilherstellers Oldsmobile Ransom Eli Olds wird in Geneva, Ohio geboren.
- 15. Juni: Auf dem enteigneten Grundbesitz des Südstaaten-Generals Robert Edward Lee entsteht der Nationalfriedhof Arlington.
- 28. July: In der Schlacht am Killdeer Mountain zwischen der US-Armee und Sioux-Indianern im Dakota-Territorium werden die vereinigten Sioux-Stämme, Dakota und Lakota, unter dem Häuptling Inkpaduta in die Flucht geschlagen. Die Indianer verlieren etwa 30 Krieger, während die amerikanischen Verluste mit 15 Toten beziffert werden. Anschließend zerstören die US-Truppen die indianischen Tipis, sowie die Wintervorräte der Sioux. Das Gefecht am Killdeer Mountain verschlechtert die ohnehin schon gespannten Beziehungen der nördlichen Plains-Stämme zur US-Regierung.
- 02. September: Beim Atlanta-Feldzug besiegen die Unionsstreitkräfte unter William Tecumseh Sherman in Nordgeorgia die konföderierte Tennessee-Armee unter Joseph Eggleston Johnston (später unter John Bell Hood) und erobern schließlich die strategisch und wirtschaftlich wichtige Stadt Atlanta.
- 22. September: Die Truppen der Nordstaaten gewinnen die Schlacht von Fisher's Hill in Virginia.
- 25. Oktober: Der Automobilhersteller John Francis Dodge wird geboren.
- 31. Oktober: Nevada wird 36. Bundesstaat der USA
- 11. November: Generalmajor William T. Sherman lässt die Stadt Atlanta in Georgia niederbrennen.
- 25. November: In der Nähe des texanischen Handelspostens Adobe Walls am Canadian River kommt es zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen weißen Siedlern und Plains-Indianern, die als das größte Gefecht zwischen Indianern und Weißen während der Zeit des nordamerikanischen Bürgerkriegs gilt. Colonel Kit Carson greift mit seinen Truppen, verstärkt durch Ute- und Jicarilla-Indianer, ein Lager der Kiowa-Apachen an. Diese sind jedoch in der Lage, ihre Angreifer zurückzudrängen und mit einer Gruppe von etwa 1000 Kriegern bis in die Berge hinter Adobe Walls zurückzutreiben. Christopher Carson gibt dieses Gefecht als Sieg aus, obwohl nur der Einsatz von zwei Haubitzen verhindern kann, dass seine Truppen vollständig von den indianischen Kriegern aufgerieben wird.
- 29. November: Im Rahmen der kriegerischen Konflikte bei der Landnahme in den westlichen Ebenen kommt es zum Sand-Creek-Massaker. Truppen der Coloradomilizen unter der Leitung von Colonel John M. Chivington überfallen das Lager von Black Kettle und seinen Gefolgsleuten (die meisten davon südliche Cheyenne sowie einige Arapaho) und massakrieren ca. die 500 Indianer. Silas Soule, ein Abolitionist aus Massachusetts, weigert sich, dem Befehl Chivingtons Folge zu leisten. Er erlaubt seiner Kompanie nicht, auf die Indianer zu feuern. Laut Aussage des Augenzeugen Edmond Guerrier wurden ca. 140 Menschen umgebracht, davon 60 Männer, die anderen Frauen und Kinder. Unter den Toten sind auch die Häuptlinge White Antelope, Standing in the Water und War Bonnet. Auf der Gegenseite werden nur 10 Soldaten getötet und ungefähr drei Dutzend verwundet. Black Kettle, der befreundete weiße Pelzhändler George Bent und andere überlebten das Massaker, weil sie sich am Flussufer in den Sand eingraben.
- 16. Dezember: In der verlustreichen Schlacht von Nashville bringen Unionstruppen den Südstaaten eine Niederlage bei.
- Nach dem Massaker von Sand-Creek schliessen sich einige Stammesangehörige der Cheyenne zur Hundegemeinschaft zusammen. Diese Gruppe radikaler Cheyenne, die der Meinung ist, dass es keine sinnvollen Verhandlungen mit den Weißen geben kann, führt von nun an Krieg gegen jeden Weißen.
- 1865
- 22. Februar: Unionstruppen nehmen die Hafenstadt Wilmington (North Carolina) ein, den letzten Seehafen der Konföderation.
- 09. April: In Appomattox, etwa 30 Kilometer östlich von Lynchburg, kapituliert die Nord-Virginia-Armee unter General Robert Edward Lee vor den Truppen der Nordstaaten unter Generalleutnant Ulysses S Grant. Obwohl es danach noch weitere Schlachten und vereinzelte Gefechte gab, wird die Kapitulation von Appomattox häufig als offizielles Ende dieses Krieges bezeichnet.
- 14. April: Kurz nachdem General Robert Edward Lee bei Appomattox Court House kapitulierte, schaute sich Lincoln das Schauspiel Our American Cousin im Ford-Theater in Washington, D.C. an. Dabei gelingt es dem Attentäter John Wilkes Booth gegen 22 Uhr, sich in die Loge des Präsidenten zu schleichen, wo er Abraham Lincoln mit einem 44er Deringer in den Hinterkopf schießt und tödlich verletzt. Andrew Johnson tritt die Nachfolge Lincolns als 17. US Präsident an.
- 26. April: Ein Versuch der Zahlenmäßig weit unterlegen Army of Tennessee, Teile der Unionsarmee bei Bentonville zu besiegen, scheitert. Nachdem General Lee in Virginia kapituliert hatte, ist auch eine Vereinigung mit der Nord-Virginia-Armee nicht mehr möglich. Infolgedessen kapituliert auch General Johnston mit der Tennessee-Armee bei Durham Station, North Carolina.
- 26. April: Der flüchtige Mörder von Abraham Lincoln John Wilkes Booth wird in einer Scheune in Virginia gestellt und erschossen.
- 27. April: Obwohl der Raddampfer Sultana nur für 356 Personen (Mannschaft und Passagiere) zugelassen ist, legt das Schiff um tags zuvor 2:00 Uhr mit etwa 85 Besatzungsmitgliedern, 70 Reisenden und 2.300 heimkehrenden Soldaten in Vicksburg ab. Am 27. April, um 2:40 Uhr, explodiert ein Kessel der Sultana, 13 Kilometer hinter Memphis. Scharfkantige Fetzen glühenden Stahls durchschlagen die mit schlafenden Soldaten übervölkerten Decks. Innerhalb weniger Minuten explodieren zwei weitere Kessel, und eine Feuerwalze überzieht das angeschlagene Schiff. Genaue Berichte liegen nicht vor, doch man schätzt, dass etwa 1.700 Menschen umkommen, ca. 200 Personen mehr als 47 Jahre später beim Untergang der Titanic.
- 05. Mai: In den Vereinigten Staaten wird bei North Bend (Ohio) der erste Eisenbahnzug ausgeraubt. Die Reno-Brüder erbeuten dabei 13.000 US-Dollar.
- 09. Mai: Der Erfinder Richard Gatling erhält ein Patent auf die Gatling Gun, die erste erfolgreich schnellfeuernde Schusswaffe.
- 10. Mai: Der Südstaaten-Präsident Jefferson Davis wird mit Familie und Gefolge von Truppen der Union in Georgia gefangen genommen.
- 10. Mai: Der berüchtigte Partisanenführer William Clark Quantrill und einigen Dutzend verbliebenen Gefolgsleute werden von einer Armee-Einheit der Nordstaaten in einem Hinterhalt gelockt, nachdem Quantrill und seine Bande zuvor einige Überfälle in Kentucky begangen hatten. Quantrill wird bei einer Schießerei in die Brust getroffen und erleidet schwerste Verletzungen.
- 12. Mai: Mit der Schlacht auf der Palmito Ranch enden die kriegerischen Auseinandersetzungen zu Lande. Die konföderierten Kräfte bleiben bei dieser letzten Schlacht siegreich.
- 06. Juni: Der berüchtigte Partisanenführer William Clark Quantrill erliegt einer Schussverletzung in der Brust und verstirbt im Alter von 28 Jahren.
- 07. July: Vier US-Bürger, die ein Gericht in einer kurzen Verhandlung der Mitverschwörung mit John Wilkes Booth beim Attentat auf Präsident Abraham Lincoln für schuldig befunden hat, werden gehängt. Drei andere erhalten lebenslange Haftstrafen.
- 21. July: James Butler Hickok alias Wild Bill Hickok tötet Dave Tutt bei einem Duell in Springfield, Missouri auf offener Straße.
- 27. August: Der spätere Politiker und Vizepräsident der USA Charles Gates Dawes wird geboren.
- 25. Oktober: Das Dampfschiff S.S. Republic sinkt im Sturm ca. 150 km südöstlich von Savannah (Georgia/USA). 25 der 92 Menschen an Bord sterben.
- 02. November: Der spätere Politiker und 29. Präsident der USA Warren G. Harding wird geboren.
- 07. November: Die Firma Repeating Light Co. in Springfield erhält ein Patent auf von ihr entwickelte Taschenfeuerzeuge.
- 18. Dezember: Der 13. Verfassungszusatz verbietet die Sklaverei in den USA.
- 24. Dezember: Sechs Offiziere der im amerikanischen Bürgerkrieg unterlegenen Konföderation gründen den Ku Klux Klan in Pulaski, Tennessee. Die offiziellen Gründungsmitglieder sind Calvin E. Jones, John B. Kennedy, Frank O. McCord, John C. Lester, Richard R. Reed und James R. Crowe. Der ursprüngliche Klan hat keine politische Zielsetzung. Eine politische Dimension bekommt der Klan erst, als man erkennt, dass sich ehemalige Sklaven von den nächtlichen, maskierten Ausritten der Klanmitglieder einschüchtern lassen. Schon bald erhält der Klan Zustrom aus dem ganzen Süden der USA.
- Im April bringen betrunkene Siedler den Walapai-Häuptling Anasa um. Die Walapai-Indianer überfallen daraufhin Reisende auf dem Weg von Prescott, Arizona, zu den Flussübergängen des Colorado.
- 1866
- 09. April: In den USA wird der erste Civil Rights Act beschlossen, der allen dort Geborenen das Bürgerrecht gewährt, es sei denn, dass es sich um Indianer handelt.
- 13. April: in Utah wird Robert Leroy Parker als 13. Kind und Sohn von Mormonen geboren. Parker wird später ein berüchtigter Gesetzloser namens Butch Cassidy.
- 29. Mai: Der US-amerikanische Militär und Oberbefehlhaber Winfield Scott verstirbt im Alter von 80 Jahren.
- 08. Juni: Das Parlament der Provinz Kanada findet sich zu seiner ersten Sitzung im Gebäude auf dem Parliament Hill in Ottawa ein.
- 27. July: Das erste Telegraphenkabel über den Atlantik ist dauerhaft betriebsfertig.
- 20. August: Mit diesem Tag wird offiziell das Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs angegeben. Es wird von US-Präsident Andrew Johnson im Act of 2 March, 1867 festgehalten.
- 08. September: Aus Chicago wird die erste Mehrlingsgeburt von Sechslingen berichtet. Zwei Babys sterben nach der Geburt, den anderen vier Kindern von James und Jennie Bushnell ist ein langes Leben beschert.
- 21. Dezember: Beim Fetterman-Massaker (von den Siegern "Schlacht der 100 Toten" genannt) greifen Krieger der Lakota, Arapaho und Cheyenne eine Abteilung der US-Armee unter Colonel William Judd Fetterman an und vernichten diese. Dies ist der erste vollständige Sieg der Indianer über eine reguläre Armee-Einheit der Weißen und wird, was die Anzahl der getöteten Soldaten angeht, nur noch neuneinhalb Jahre später von der Schlacht am Little Bighorn übertroffen.
- Gründung des Art Institute of Chicago
- 1867
- 01. März: Nebraska wird 37. Bundesstaat der USA.
- 01. August: In der Hayfield-Schlacht greifen 500-800 Indianer, überwiegend Cheyenne, unter der Führung von Red Cloud Fort C.F. Smith und Fort Phil Kearny an. Der Angriff wird abgewehrt und endet mit ca. 200 Toten und 300 Verletzten.
- 02. August: Capt. James Powell und sein Gefolge aus 31 Soldaten der 27. Infanterie werden in der Nähe von Fort Phil Kearny, Wyoming, wiederholt von ca. 2000 Sioux-Kriegern unter der Führung von Crazy Horse und High Back-Bone, sowie einer kleineren Gruppe Cheyenne-Krieger unter Führung von Little Wolf angegriffen. Powels Männer verschanzen sich in einer Wagenburg aus 14, zu einem Oval zusammen gestellten, Wagen. Die Soldaten waren mit modernen Patronen-Gewehren des Models Springfield Model 1866 "Trapdoor" ausgerüstet. Die Strategie der Indianer, die auf den langen Ladezeiten der Vorderlader-Gewehren basierte ging nicht auf. Ca. 100 Indianer und 5 Soldaten wurden getötet. Das Gefecht geht als Wagenburg-Gefecht (Wagon Box Fight) in die Geschichte ein.
- 02. Oktober: Der Vertrag von Medicine Lodge zwischen Indianern und Weißen wurde zwischen einer erst kurz zuvor gegründeten Friedenskommission der US-Regierung und Vertretern der Crow, Blackfoot, Piegan, Gros Ventres, Sioux, Ponca, Cheyenne, Arapaho, Apachen, Kiowa und Comanchen geschlossen. Der Vertrag teilt den Stämmen bestimmte Reservationen zur landwirtschaftlichen Nutzung zu und gestattet ihnen auch diese zur Jagd zu verlassen. Letztere Klausel wurde bereits ein Jahr später von der US-Regierung außer Kraft gesetzt.
- 18. Oktober: Der russische Zar Alexander II. verkauft Alaska für 7,2 Millionen Dollar an die USA.
- Das 14. Amendment, das männlichen Afroamerikanern und Indianern unter gewissen Bedingungen das Wahlrecht zugesteht, wird verabschiedet. Die weißen radikalen Frauenrechtlerinnen sind außer sich, und im ganzen Land kommt es zu Protesten durch die Frauenbewegung.
- Die Bannock-Indianer werden sie von der Armee geschlagen und in die Fort Hall Reservation in Idaho umgesiedelt, aus der sie aber aufgrund der hohen Sterblichkeit bald wieder in die Rocky Mountains ausziehen.
- In Pennsylvania wird der bekannte Gesetzlose Harry Alonzo Longabaugh alias Sundance Kid geboren.
- 1868
- 24. Februar: Das US-Repräsentantenhaus beschließt gegen Präsident Andrew Johnson ein Impeachment einzuleiten. Das erste Amtsenthebungsverfahren in der Geschichte der USA scheitert später am US-Senat.
- 23. März: Gründung der Universität von Kalifornien
- 03. April: Ein Erdbeben unbekannter Stärke auf Hawaii fordert 77 Menschenleben.
- 23. Mai: Kit Carson, US-amerikanischer Pionier, Grenzer und Entdecker verstirbt in Boggsville, Colorado, im Alter von 59 Jahren.
- 01. Juni: Navajo-Häuptlinge unterzeichnen in Fort Sumter einen Vertrag, worin die US-Regierung dem Diné-Volk eine Reservation in seinem alten Land zuteilt und den Überlebenden die Rückkehr bewilligt. Im Gegenzug verpflichten sie sich, von nun an in Frieden mit den amerikanischen Siedlern zu leben.
- 01. Juni: Der amerikanische Politiker und 15. Präsident der USA James Buchanan verstirbt
- 03. July: Die Nördlichen Shoshone unterzeichnen zusammen mit den Bannock den Vertrag von Fort Bridger und ziehen in die Fort-Hall-Reservation.
- 25. August: Ein Friedensvertrag mit den USA schränkt das Gebiet der Comanchen stark ein.
- 17. September: Am frühen Morgen greifen ca. 750 Indianer eine 51 Mann starke Truppe unter der Führung von Colonel George A. Forsyth an, die kurz zuvor Fort Wallace in östlicher Richtung nach Sheridan aufgebrochen war, wo ein Überfall auf die Eisenbahn stattgefunden hatte. Es gelang den Indianern, einen Teil der Pferde und Maultiere der Scouts mit dem größten Teil des Proviants davon zu treiben und die Truppen mehrere Tage zu belagern. Zwei Soldaten schafften es, durch die engen, feindlichen Linien der Indianer zu entkommen und Hilfe aus Fort Wallace anzufordern. 75 Indianer finden den Tod. Die Häuptlinge Medicine Man und Roman Nose fielen in dieser Schlacht.
- 21. Oktober: Ein Erdbeben unbekannter Stärke in Hayward, Kalifornien, fordert 30 Tote.
- 06. November: Die USA kapitulieren im Vertrag von Fort Laramie vor verschiedenen Indianerstämmen. Der Vertrag legte das Gebiet des heutigen Bundesstaates South Dakota als Indianerland zur uneingeschränkten und unbehelligten Nutzung und Besiedlung durch die Great Sioux Nation fest. Landabtretungen sollten nur dann möglich sein, wenn mindestens drei Viertel aller erwachsenen männlichen Sioux, die auf Reservatsgebiet leben, diesem zustimmen.
- 27. November: Beim Massaker am Washita greift die United States Army ein Dorf der Südlichen Cheyenne an. Die Cheyenne unter ihrem Häuptling Black Kettle litten unter Hunger, da die von der Regierung versprochenen Lebensmittellieferungen ausblieben. Entgegen dem Willen von Black Kettle brachen immer wieder junge Krieger auf, um Nahrung zu beschaffen und sich für die gebrochenen Versprechen zu rächen. General Philip Sheridan wollte das unterbinden und ein Exempel statuieren, das zeigen sollte, was den Indianern blühte, wenn sie aufbegehrten. Im Morgengrauen stürmten die Truppen in das schlafende Dorf, ohne auf Widerstand zu stoßen. Die fast nackt aus ihren Zelten in den Schnee flüchtenden Indianer wurden niedergemacht. 103 Indianer wurden binnen Minuten getötet, 53 Frauen und Kinder gefangen genommen. Über 800 Indianerponies wurden auf Befehl erschossen. Der Skalp von Black Kettle wurde von einem Scout der Osage erbeutet.
- Ein Betrieb in den USA führt den ersten Acht-Stunden-Arbeitstag der Welt ein.
- Die Walapai-Indianer unterwerfen sich der U.S.-Kavallerie aus Fort Mojave, als sie von schweren Krankheiten, wie Keuchhusten und Dysenterie (Ruhr) heimgesucht werden. Anschließend werden sie in die Mojave-Reservation gebracht. Viele von ihnen erkranken in der Hitze des ungewohnten Tieflandes und sterben, bevor die Überlebenden versuchen zurück in ihr eigenes Land gehen.
- 1869
- 04. März: Ulysses S Grant beginnt seine Tätigkeit als 18. US-Präsident. Er löst Andrew Johnson ab.
- 10. Mai: Die erste transkontinentale Bahnlinie in den USA wird von der Central Pacific Railroad in Betrieb genommen. Der "goldene Nagel" (Golden Spike) wird in Utah in den Schienenweg geschlagen.
- 08. Oktober: Der amerikanische Politiker und 14. Präsident der USA Franklin Pierce verstirbt im alter von 65 Jahren.
- 16. Oktober: In Cardiff, New York werden die vermeintlichen Überreste des Riesen von Cardiff entdeckt, die sich später als Fälschung erweisen.
- In Manhattan, New York wird die Investmentbank Goldman Sachs Group Inc. gegründet
- Gründung der University of Nebraska
Amerikanische Geschichte (1800-1900)
- Amerkanische Geschichte 1800 bis 1809
- Amerkanische Geschichte 1810 bis 1819
- Amerkanische Geschichte 1820 bis 1829
- Amerkanische Geschichte 1830 bis 1839
- Amerkanische Geschichte 1840 bis 1849
- Amerkanische Geschichte 1850 bis 1859
- Amerkanische Geschichte 1860 bis 1869
- Amerkanische Geschichte 1870 bis 1879
- Amerkanische Geschichte 1880 bis 1889
- Amerkanische Geschichte 1890 bis 1899
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